Autogassysteme und Tanks
Bei der Auswahl des Autogassystems spielt die Kraftstoffzufuhr ihres Fahrzeuges eine große Rolle. Die meisten modernen Fahrzeuge haben eine sogenannte Multipointeinspritzung (an jedem Zylinder befindet sich eine Benzineinspritzdüse die vom Steuergerät elektronisch geregelt wird) Für solche Fahrzeuge empfielt sich ein sogenanntes vollsequentielles Autogassystem welches ebenfalls wie im Benzinbetrieb die Zylinder mit jeweils einer Gaseinspritzdüse bedient.
Ältere Fahrzeuge mit Vergasertechnik können auch mit einem Autogassystem aufgerüstet werden, jedoch nach dem veraltetem Venturiprinzip. (das Gas wird mittels einem Venturiring/Mischerplatte im Luftansaugkanal über dem Vergaser zum einströmen/ansaugen gebracht) Fahrzeuge mit einer Zentral- oder Monopointeinspritzung können mit einem teilsequentiellem Autogassystem aufgerüstet werden. (Prinzip ähnlich "Venturi")
FSI-Motoren oder sogenannte Direkteinspritzer können derzeit noch nicht mit einem Autogassystem aufgerüstet werden. Dazu laufen aber schon zahlreiche Versuche und eine Möglichkeit diese Fahrzeuge auf Flüssiggas aufzurüsten ist auch in absehbarer Zeit vorgesehen. Auch an der Möglichkeit Dieselmotoren mit Flüssiggas zu betreiben wird derzeit geforscht. Aber das Ergebniss ist noch nicht so überzeugend da immerhin noch 30% Diesel zum Zünden mit eingespritzt werden müssen.
Wohin mit dem Tank?
Die Wahl des Tanksystems hängt von der Lage/Ort ihres Reserverades bzw. nach der Höhe des tankbaren Volumens ab. Der gängigste Flüssiggastank ist der Radmuldentank der anstatt des bisher mitgeführten Reserverades eingesetzt wird. Diesen Tank giebt es auch als Unterbautank für Fahrzeuge deren Reserveräder sich am Unterboden des Fahrzeuges befinden. Für stehende Reserveräder wie sie z.B. im Mercedes T-Model verwendet werden giebt es auch eine vertikale Version der Flüssiggastanks.
Den praktischen Betankungsanschluß (Euroanschluß in Rund) bekommen Sie bei uns in antrazitfarbenen Kunststoff oder auch in Wagenfarbe lackiert. Der Einbau des Betankungsanschluß hinter der vorhandenen Tankklappe ist bei nur wenigen Fahrzeugen möglich und aus praktischer Handhabung abzuraten. (Verwenden von Adaptern, Verunreinigung durch Regenwasser und Schmutz, Korrosionsgefahr) |